Die Kreditbranche verwendet Fachbegriffe, die für Einsteiger verwirrend sein können: Sollzins, effektiver Jahreszins (TAEG/Effektivzins), Gesamtkreditbetrag... Wenn Sie zum ersten Mal eine Finanzierung planen, erklärt Ihnen dieser Leitfaden die Begriffe einfach und transparent.
1. Der Sollzins (Nominalzins): Der reine Basiszins
Der Sollzins beziffert die reine Zinsbelastung, die das Kreditinstitut pro Jahr für das geliehene Kapital berechnet.
2. Der effektive Jahreszins (TAEG): Der verlässliche Maßstab
Der effektive Jahreszins (europäisch TAEG) ist gesetzlich vorgeschrieben und umfasst alle obligatorischen Kosten:
- Reine Kreditzinsen;
- Gesetzliche Steuern und Abgaben;
- Bearbeitungs- und Bereitstellungsentgelte;
- Vorgeschriebene Restschuldversicherungen;
- Kontoführungsgebühren für das Kreditkonto.
Goldene Vergleichsregel
Vergleichen Sie Banken niemals anhand des Sollzinses, sondern stets über den effektiven Jahreszins (TAEG)!
3. Der Gesamtrückzahlungsbetrag: Der Endbetrag in Euro
Um den Durchblick zu behalten, schauen Sie auf den Gesamtbetrag (in Portugal MTIC genannt). Er beziffert die exakte Eurosumme vom ersten bis zum letzten Cent:
| Kriterium | Angebot A (Ohne Zusatzkosten) | Angebot B (Mit Zusatzkosten) |
|---|---|---|
| Nettodarlehen | 5.000 € (36 Monate) | 5.000 € (36 Monate) |
| Sollzins | 7,20% | 6,50% (Lockzins) |
| Zusatzgebühren | 0 € | 220 € Gebühren + Pflichtversicherung |
| Effektiver Jahreszins | 7,90% | 10,40% |
| Gesamtbetrag (Endkosten) | 5.614,80 € | 5.820,40 € (+ 205,60 €) |